Zukunft hat Herkunft
Psycho-Physiognomik – überliefertes Wissen von Weisen und Gelehrten
Der Wunsch nach (Selbst-)Erkenntnis ist ein elementares Grundbedürfnis des Menschen, seit jeher. So reichen die Wurzeln der Psycho-Physiognomik bis ins Jahr 500 v. Chr. zurück.
Schon damals versuchten die Menschen, den menschlichen Körper zu interpretieren, um Rückschlüsse auf die gesundheitliche Konstitution, individuelle Charaktereigenschaften, Begabungen
und Fähigkeiten zu ziehen. Bereits in der Antike, etwa in Babylon oder Athen, gehörten so genannte Körperleser zum Alltag. Damals angesiedelt zwischen Straßenkunst und Wissenschaft
beschäftigte die Physiognomik auch die brillantesten Denker der Antike.
Berühmte Philosophen wie Sokrates und Aristoteles entwickelten ganze Merkmalskataloge, um Gesichter zu erklären. Schon damals wurden die drei Gesichtsbereiche festgelegt, die bis
heute die psycho-physiognomische Analyse bestimmen: Die Stirn gilt als Ausdrucksbereich für das geistige Potenzial eines Menschen, im mittleren Gesichtsbereich von den Augen bis zum
Mund zeigt sich das Gemüt und in der Unterkiefer- und Kinnzone die Vitalität und Kraft im psychischen und physischen Bereich.
In Zusammenhang mit den aufkommenden Naturwissenschaften erfuhr die Physiognomik während der europäischen Aufklärung neue Popularität. In Gelehrtenkreisen war sie als kontrovers
diskutiertes Gesprächsthema geradezu en vogue. Als Gesellschaftsspiel wurde sie sogar salonfähig und eroberte die Fürstenhäuser und Intellektuellenzirkel.
Auch heute findet die Psycho-Physiognomik reges Interesse in der Forschung. Altes Wissen und neue Erkenntnisse verschmelzen zu neuen Theorien.
